Das Korallenriff - Korallen kommen ausschließlich im Meer vor, insbesondere im Tropengürtel. Sie leben meist sesshaft (sessil) in Kolonien. Im Hinblick auf die Wuchsform unterscheidet man zwischen Weichkorallen und Steinkorallen im Korallenriff (Hartkorallen), wobei letztere durch Einlagerungen von Kalk Skelette bilden, durch die Korallenbänke oder ein Korallenriff entstehen, da totes Skelettmaterial fortwährend von lebendigem Gewebe überwuchert wird.
Das Korallenriff - Korallen-Zucht
Tiere oder Pflanzen? von Kai Hirschmann
Korallen im Korallenriff sehen so aus wie Unterwasser-Pflanzen. Sie sind
aber Hohltiere, die mit ihren giftigen Tentakeln sehr kleine schwebende
Tiere (Plankton) fangen und sich bei Gefahr in ihre kalkhaltigen Röhren
zurückziehen.
Korallen-Zucht
Außerdem haben die Korallen oft als Untermieter kleine Algen. Sie versorgen
die Polypen mit Sauerstoff und zusätzlichen Nährstoffen. Nebenbei färben
sie die Korallen durch ihren Stoffwechsel so schön bunt. Ihre Skelette
werden zum KorallenriffKorallen bilden zum Schutz ihrer Weichteile Kalkskelette,
die fest mit dem Meeresgrund verwachsen. Nach ihrem Tod wachsen ihre Nachkommen
einfach auf den Kalkskeletten ihrer Ahnen weiter. So wächst das Korallenriff
über viele Jahrtausende immer weiter. Lebensraum Korallenriff Zwischen
den Korallen leben viele, oft bunte Tiere: Fische, Muscheln, Schnecken,
Krebse. Korallenriffe sind einer der artenreichsten Lebensräume unseres
Planeten. Das größte Korallenriff ist das Great Barrier Riff vor Australien.
Weitere Korallenriffe finden sich in allen wärmeren Meeren unserer Erde.
Das Ende des Korallenfiff? Leider sind heutzutage viele Korallenriffe
in Gefahr. Denn während die kleinen Polypen Jahrzehnte brauchen, um zentimeterweise
zu wachsen, zerstören Taucher, die Korallen abbrechen, diese Arbeit in
Minuten. Auch Schiffschrauben reißen immer wieder große Korallenstücke
von Steinkorallen - Weichkorallen vom Korallenriff ab. Die größte Gefahr
ist aber der weltweite Klimawandel. Denn das Wasser in Strandnähe wird
dabei immer wärmer - zu warm für die Korallen.Betrachtet man längere Zeiträume,
so besitzen Korallenpolypen der Steinkorallen und Weichkorallen gerade
mit diesem Skelett eine Möglichkeit der Ortsveränderung. Eine Koralle
- Steinkoralle wird durch schnellere Kalkaussscheidung besser dem Licht
entgegenwachsen können als eine andere mit geringerem Kalkwachstum, wenn
sich die Wassertiefe verändert (Meeresspiegelschwankung oder Verschiebung
des Untergrunds). Bei schlechteren ökologischen Bedingungen verkleinert
sich der lebende Polyp ganz einfach, und die kalkausscheidende Fläche
nimmt ab. Sich verjüngende Formen bei Korallenskeletten haben darin die
Ursache. Dünnästige Formen sind Beispiele für ein schnelles sich Ausbreiten
bei optimalen Bedingungen in verschiedene Richtungen. Den Vorteil für
ein schnelles Wachstum (heute bei einigen cm pro Jahr) müssen Korallen
mit dem Risiko des Abbrechens "bezahlen", da hierbei auch die
Septen sehr porös und locker mit wenig Material aufgebaut werden. Sie
haben ihre besten Voraussetzungen in den ruhigen Zonen der Lagunen. Eine
geschlechtliche Vermehrung würde dabei über die Entwicklung der Gonaden
(Geschlechtszellen) und die freischwimmende Wimperlarve viel zu lange
dauern. Deshalb teilen sich koloniale Formen bei optimalen Bedingungen
ganz einfach und bilden somit ein Individuum mit mehreren ("siamesischen")
Köpfen. Dünnästige Formen sind Beispiele für ein schnelles sich Ausbreiten
bei optimalen Bedingungen in verschiedene Richtungen. Den Vorteil für
ein schnelles Wachstum (heute bei einigen cm pro Jahr) müssen Korallen
mit dem Risiko des Abbrechens "bezahlen", da hierbei auch die
Septen sehr porös und locker mit wenig Material aufgebaut werden. Sie
haben ihre besten Voraussetzungen in den ruhigen Zonen am Korallenriff
der Lagunen. Eine geschlechtliche Vermehrung würde dabei über die Entwicklung
der Gonaden (Geschlechtszellen) und die freischwimmende Wimperlarve viel
zu lange dauern. Deshalb teilen sich koloniale Formen bei optimalen Bedingungen
ganz einfach und bilden somit ein Individuum mit mehreren ("siamesischen")
Köpfen.
Riffbildende Korallen aus tropischen Korallenriffen können nur bei Wassertemperaturen überleben, die 20°C nur sehr selten unterschreiten. Da die allermeisten dieser Steinkorallen in Symbiose mit Zooxanthellen leben, sind sie auf eine Beleuchtung angewiesen, wie sie bis in etwa 50 Metern Wassertiefe herrscht. Aus diesen Gründen beschränkt sich die Entstehung auf einen Bereich ungefähr zwischen 30° nördlicher und 30° südlicher Breite. Die Gesamtfläche aller Korallenriffe beträgt etwa 600.000 km ². Jährlich werden im Durchschnitt 640 Millionen Tonnen Korallenkalk abgelagert. Atolle entstehen in der Regel aus Saumriffen um vulkanische Inseln. Im Laufe der Zeit wird die Insel durch Erosion abgetragen und versinkt unter den Meeresspiegel. Auch ein Absinken des Meeresbodens bzw. Ansteigen des Meeresspiegels führt zur Bildung von Atollen. Übrig bleibt ein Ring von Riffen, die eine Lagune umschließen. Die Malediven bestehen aus 26 solcher Atolle.
In der Meerwasseraquaristik beschäftigt man sich mit der künstlichen Nachbildung von Korallenriffen. Die Zahl der Korallenriffe nimmt stark ab; bereits ein Fünftel sämtlicher Riffe sind verschwunden. Gründe dafür sind das Dynamitfischen und Zyanidfischen, die Überfischung allgemein, die industrielle Verschmutzung, Bauaktivitäten und auf Grund gelaufene Schiffe.
Korallenriffe sind für 800 Millionen Menschen in Südost- und Südasien, in Ostafrika und in der Karibik vor allem als ausgezeichnete Proteinquelle von Bedeutung. Sie schützen Strände vor Erosion und Sturmschäden. Von Touristen werden die Riffe ihrer Schönheit wegen geschätzt. Korallenriffe beheimaten außerdem eine Vielzahl mariner Lebewesen und sind für deren Existenz von großer Wichtigkeit.
Außerdem spielen die Korallenriffe eine wichtige Rolle zur Drosselung des Treibhauseffekts. Sie binden das Kohlenstoffdioxid der Luft, um so ihr Kalkskelett aufzubauen. Wenn der Treibhauseffekt weiter ansteigt, wird sich auch im Zuge der Klimaerwärmung das Meer erwärmen. Überschreitet das Meer eine bestimmte Temperatur, werden die Korallenriffe aussterben, was eine Freisetzung des Kohlenstoffdioxids zur Folge hat. Dies wäre mit einem plötzlichem und sprunghaften Anstieg des Treibhauseffektes verbunden. Anzeichen dafür werden in der sog. "Korallenbleiche" gesehen, dem großflächigen Absterben ganzer Riffe gesehen, zu dem jedoch nach Ansicht der Forscher auch andere "Stressfaktoren" beitragen